Kühlwasserdeckel weg – und die fast teure Diagnose

Morgens zum Landy, Kühlwasserdeckel weg. Einfach verschwunden. Kein Überhitzen, Heizung funktioniert, kein weißer Rauch – aber der Deckel war futsch.

Erst die Panik, dann der Kopf

Natürlich geht das Hirn sofort in Richtung Kopfdichtung. TD4, 130 tkm, Druckaufbau im Kühlsystem – das passt leider ins Bild. Der TD4 ist für genau dieses Problem bekannt: Aluminium-Kopf auf Grauguss-Block, unterschiedliche Wärmeausdehnung, und wenn das Kühlmittel irgendwann sauer wird, ist die Dichtung fällig. Internet aufgemacht, geschaut was das kosten kann – nicht schön.

Aber dann: kurz zurückdenken was zuletzt am Fahrzeug war.

Die Reparatur

Neuen Deckel besorgt (auf den richtigen Druckwert achten – steht auf dem alten Deckel), Kühlmittel aufgefüllt, sauber entlüftet. Danach Probefah

Die Erkenntnis

Kurz vorher hatte ich das Mischventil der Heizung selbst getauscht. Kühlsystem auf, Ventil rein, Kühlmittel aufgefüllt – aber nicht sauber entlüftet. Die eingeschlossene Luft hat Druckspitzen erzeugt, und der Deckel war die schwächste Stelle im System. Ergebnis: Deckel weg.

Nebenbaustelle: Temperaturregelung

Beim selben Mischventiltausch hatte ich nebenbei den Bowdenzug leicht verstellt. Deshalb funktionierte die Temperaturregelung nur noch in den Extremen – warm oder heiß, nichts dazwischen. Kurz nachgeschaut, neu eingestellt, erledigt.

Fazit

Neuer Deckel, Kühlmittel auffüllen, entlüften, Bowdenzug einklinken – ein Nachmittag in der Garage. Die Moral: erst die letzte Arbeit am Fahrzeug zurückdenken, bevor man in Richtung große Diagnose denkt.

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